Dr. Elaine N. Aron, Autorin über Hochsensibilität

Die Stärkung hochsensibler Kinder in neuen Situationen

Wie können hochsensible Kinder in neuen Situationen begleitet und gestärkt werden? Hochsensible Kinder nehmen aufgrund ihres sensiblen Wesens sowohl äußere wie auch innere Reize sehr viel intensiver auf als viele andere Kinder.

Sie haben besonders in neuen Situationen daher deutlich mehr Informationen im Außen wie auch in ihrem Inneren zu verarbeiten. Wenn sie Neuem ausgesetzt sind, können intensive Reize und Eindrücke auf sie einströmen, die sie auch überreizen oder überfordern können.

Dies kann ein neuer Urlaubsort in den Sommerferien sein und auch die neue Kita oder die neue Schule, die sie gerade zu Beginn sehr detailreich wahrnehmen. Dabei benötigen sie viel Zeit zur schrittweisen Verarbeitung. Insbesondere in für sie unvertrauten Situationen können sie die Tendenz haben, bestimmte Beobachtungen gedanklich immer wieder durchzudenken und abzuwägen, um Lösungen zu finden, bevor sie es dann wagen, zu handeln.

„Die Neigung innezuhalten und eine Situation umfassend wahrzunehmen, bevor sie handeln oder eine Entscheidung treffen, ist ein charakteristisches Merkmal der hochsensiblen und nicht zwangsläufig durch Angst vor neuen Erfahrungen, Fremden oder etwas dieser Art motiviert.“

Quelle: Dr. Elaine Aron: „Das hochsensible Kind“, S. 312

So beschreibt es Dr. Elaine Aron in ihrem weltbekannten Buch, das bereits 2002 unter dem Titel „The highly sensitive child“ erschien.

Hochsensible Kinder haben aus ihrer Sicht das typische Merkmal, dass sie innehalten, um eine für sie neue und zugleich unvertraute Situation umfassend wahrzunehmen. Sie brauchen also viel Zeit, um sich in einer neuen Umgebung vertraut zu machen, sei es ein neuer Urlaubsort oder nach den Ferien die neue Kita oder die neue Schule mit neuen Reizen und Informationen.

Dr. Elaine Aron unterscheidet hier, dass hochsensible Kinder nicht unbedingt Angst vor neuen Situationen haben müssen. Dennoch ist zu beobachten, dass sie zu Ängsten oder Befürchtungen tendieren.

„Immer wenn wir uns einer neuen Situation gegenübersehen, entscheidet unser inneres Bewertungssystem, ob es angezeigt sein könnte, Angst zu haben.“

Quelle: Dr. Elaine Aron: „Das hochsensible Kind“, S. 313

Für hochsensible Kinder ist es wahrscheinlicher, dass sie Gefühle der Angst empfinden, wenn ihr Körper bereits Stresshormonen ausgesetzt ist oder in der Vergangenheit war.

Wie können hochsensible Kinder „normale“ Ängstlichkeit in neuen Situationen überwinden?

Der vollständige Artikel ist im „Netzwerk Hochsensibilität“ veröffentlicht unter:


Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert